Konflikttrainings für Jungs

 

 

 

 

 

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In einer rasant sich ändernden Gesellschaft haben Jugendliche vermehrt Schwierigkeiten, ihre eigene geschlechtsspezifische Identität zu finden. Dabei geraten gerade Jungen in Not, weil ihnen zunehmend die Vorbilder für eine männliche Sozialisation fehlen.

Die Emanzipation des weiblichen Geschlechtes durch die "Frauenbewegung" hat für Mädchen viel verändert. Heute wird es zunehmend wichtig, Jungen stark zu machen und ihnen ein  neues Rollenverständnis zu vermitteln. Durch fehlende soziale Kompetenz können die hohen gesellschaftlichen Anforderungen oft nicht befriedigt werden und führen zu Frustration und Gewalt. Dabei sind Jungen nicht nur Täter, sie sind häufig auch Opfer von Gewalt.

Gewaltprävention durch emanzipatorische Jungenarbeit bedeutet, mit Konflikten in Beziehungen umgehen zu lernen, Konfliktsituationen zu erkennen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

 

Die Konflikttrainings für Jungs sollen die Jugendlichen mit Themen wie Gewalt, sexuelle Gewalt in Beziehungen, Werte und Normen in einer Beziehung, Leitbilder der Männlichkeit, Konfliktbewältigung und Krisenmanagement in Beziehungen usw. konfrontieren.

Neben der Stärkung des Selbstwertgefühls und der Handlungskompetenz sollen die Jungs insbesondere lernen, Grenzen zu erkennen und diese auch einzuhalten.  Grenzverletzungen  gegen Mädchen und Frauen spielen bei Straftaten eine große Rolle und sind daher in diesem Kurs auch ein wichtiges Thema.

In Bezug auf Sexualstraftaten sind die  meisten Schüler nur schlecht informiert. In einem Unterrichtsblock  mit dem Kommissariat Vorbeugung wird mit Fallbeispielen und anhand vieler Fragen der Jugendlichen versucht, ein Rechts- und Unrechtsbewusstsein und die aktuelle Gesetzeslage nahe zubringen, 

Auf den Erlebnischarakter des Trainings wird besonders Wert gelegt. Viele Selbst- und Gruppenerfahrungsübungen stärken das Selbstbewusstsein und den Gruppenzusammenhalt.  

Jungen brauchen Aktion. Dabei ist auch Kämpfen erlaubt und soll ausprobiert werden. Wie bei allen Kampfsportarten werden Kämpfe mit ritualisierter Begrüßung und Verabschiedung begonnen bzw. beendet. Für den Kampf selbst  müssen Regeln festgelegt werden die immer gelten. So gilt ein "Stop!" immer und sofort. Ein "Nein!" wird immer akzeptiert. Alle Aktionen beruhen auf Freiwilligkeit.

 

Die Trainings werden nach dem Konzept und  in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Oberberg und der Kreispolizeibehörde abgehalten. weitere Infos unter:  em-jug.de