Die Konflikttrainings für Jungs sollen die Jugendlichen mit
Themen wie Gewalt, sexuelle Gewalt in Beziehungen, Werte und Normen in
einer Beziehung, Leitbilder der Männlichkeit, Konfliktbewältigung und
Krisenmanagement in Beziehungen usw. konfrontieren.
Neben der Stärkung des Selbstwertgefühls und
der Handlungskompetenz sollen die Jungs insbesondere lernen, Grenzen zu
erkennen und diese auch einzuhalten. Grenzverletzungen gegen
Mädchen und Frauen spielen bei Straftaten eine große Rolle und sind
daher in diesem Kurs auch ein wichtiges Thema.
In Bezug auf Sexualstraftaten sind die
meisten Schüler nur schlecht informiert. In einem Unterrichtsblock
mit dem Kommissariat Vorbeugung wird mit Fallbeispielen und anhand vieler
Fragen der Jugendlichen versucht, ein Rechts- und Unrechtsbewusstsein und
die aktuelle Gesetzeslage nahe zubringen,
Auf den Erlebnischarakter des Trainings wird besonders Wert gelegt.
Viele Selbst- und Gruppenerfahrungsübungen stärken das Selbstbewusstsein
und den Gruppenzusammenhalt.
Jungen brauchen Aktion. Dabei ist auch Kämpfen erlaubt
und soll ausprobiert werden. Wie bei allen Kampfsportarten werden Kämpfe
mit ritualisierter Begrüßung und Verabschiedung begonnen bzw. beendet.
Für den Kampf selbst müssen Regeln festgelegt werden die immer
gelten. So gilt ein "Stop!" immer und sofort. Ein
"Nein!" wird immer akzeptiert. Alle Aktionen beruhen auf
Freiwilligkeit.